
Der Pärlälv zählt zu den letzten unregulierten Flüssen Nordschwedens. Dementsprechend finden sich dort viele Stromschnellen, die das Anglerherz höher schlagen lassen. Besonders reizvoll ist die Kombination aus turbulenten Fliessstrecken und andererseits ruhigen, fast seeähnlichen Bereichen mit geringem Gefälle und toll ausgebildetem Schilfröhricht, kleinen Inseln und Vermoorungen.

Leider wurde nur der unmittelbar am Fluss gelegene Waldstreifen von der Forstwirtschaft verschont. Bis weit westlich nach Karats finden sich nördlich des Flusses wüste und weite Kahlschlagflächen. Wer aber bis nach Karats fährt und sich von dort mit Kanu oder zu Fuss aufmacht, findet wunderschöne Landschaften mit echten Fichtenurwäldern, ausgedehnten Mooren und vielen Inseln auf dem zum See ausgezogenen Pärlälv. Zu empfehlen ist eine Wanderung auf den Berg Jarre von wo man einen tollen Rundblick über die Landschaft und besonders über das Delta um Karats hat.
Anreise:
Mit Bus oder PKW bis Jokkmokk. Von Jokkmokk aus fährt man am ersten Kreisverkehr (wenn man von Süden anreist) nach Westen über Skabram noch 4 oder 5 km weiter. Dann fährt man nahe am Pärlälv und kann von der Strasse aus verschiedene Unterstände oder kleine Hütten erreichen, die für Angler angelegt wurden. Eine Angelkarte gibts in Jokkmokk im Sportgeschäft.

Meiner Ansicht nach ist der Pärlälv derzeit überfischt (betrifft nicht den Hecht). Lediglich in den Zonen, die ausschliesslich dem Angeln mit Fliege vorbehalten sind, scheint man noch einen guten Fang zu machen. Ich würde empfehlen weiter flussaufwärts zu angeln.


